Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: 27. Oktober 2026
Die Bedingungen, zu denen TrueDue Unternehmenskunden bereitgestellt wird.
Diese Dokumente werden in deutscher und englischer Sprache bereitgestellt. Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung maßgeblich. Zwingende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
1. Geltungsbereich und Leistungsgegenstand
TrueDue ist eine Software für Unternehmen für deren eigenes Forderungsmanagement gegenüber ihren Geschäfts- und Privatkunden. Sie automatisiert das routinemäßige Nachfassen des Kunden: Import der Forderungsdaten, Versand von Zahlungserinnerungen aus dem vom Kunden angebundenen eigenen Postfach und in seinem Namen, Auslesen und Klassifizieren eingehender Antworten sowie Vorlage der Ausnahmefälle an die Finanzbuchhaltung des Kunden. TrueDue ist ein Produkt von Neithra Technologies. Der Dienst wird von Neithra Technologies – Fabian Lorenz ausschließlich gegenüber Unternehmern im Sinne des § 14 BGB erbracht; ein Angebot gegenüber Verbrauchern erfolgt nicht. Wir bemühen uns um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes; Wartungen kündigen wir nach Möglichkeit vorher an.
2. Reine Softwareleistung – keine Finanz-, Zahlungs-, Inkasso- oder Rechtsdienstleistung
Neithra Technologies stellt TrueDue ausschließlich als Software bereit (Software as a Service). Neithra Technologies ist weder Kreditinstitut noch Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) und weder Zahlungsinstitut noch E-Geld-Institut im Sinne des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG). Neithra Technologies erbringt keine Bank-, Kredit-, Factoring-, Zahlungs- oder sonstigen Finanzdienstleistungen, verfügt über keine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und benötigt für die hier beschriebene Leistung keine.
Neithra Technologies nimmt zu keinem Zeitpunkt Gelder entgegen, verwahrt keine, leitet keine weiter und zahlt keine aus. Zahlungen der Schuldner des Kunden erfolgen ausschließlich auf Konten des Kunden; TrueDue verarbeitet lediglich den vom Kunden importierten Zahlungsstand.
Neithra Technologies ist kein Inkassodienstleister im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) und erbringt keine Inkassodienstleistung: Neithra Technologies zieht keine fremden Forderungen ein, weder für fremde Rechnung noch als abgetretene oder angekaufte Forderungen. TrueDue ist eine Software für das eigene Forderungsmanagement des Kunden. Der Kunde zieht ausschließlich eigene Forderungen ein; Zahlungserinnerungen und Mahnungen versendet der Kunde in eigenem Namen aus seinem eigenen Postfach. Über seine Freigaben und Einstellungen entscheidet allein der Kunde, ob und was versandt wird; er bleibt für Inhalt und Rechtmäßigkeit jeder über den Dienst versandten Nachricht allein verantwortlich.
TrueDue ist eine Software und erbringt keine Rechts-, Steuer-, Anlage- oder sonstige Beratung; es ersetzt keine fachkundige Prüfung. Mit KI erzeugte Inhalte (z. B. Entwürfe von Zahlungserinnerungen, Einordnungen eingehender Antworten, Vorschläge) sind unverbindliche Vorschläge und können fehlerhaft oder unvollständig sein. Der Kunde prüft sie vor der Verwendung in eigener Verantwortung; das gilt auch, soweit er den Versand über Versandregeln automatisiert, die er selbst eingerichtet hat und verantwortet.
Für Kunden und Leser in den Vereinigten Staaten: Neithra Technologies ist keine Bank (bank), kein Geldübermittler (money transmitter), kein Kreditgeber (lender) und kein Inkassounternehmen (debt collector) — auch nicht im Sinne des Fair Debt Collection Practices Act (FDCPA) — und keine Auskunftei (consumer reporting agency) im Sinne des Fair Credit Reporting Act (FCRA). Gegenüber Schuldnern mit Anschrift in den Vereinigten Staaten ist der Dienst ausschließlich für Handelsforderungen zwischen Unternehmen bestimmt und darf dort nicht zum Einzug von Verbraucherforderungen genutzt werden, also von Verbindlichkeiten natürlicher Personen, die überwiegend zu privaten, familiären oder häuslichen Zwecken eingegangen wurden.
3. Vertragsschluss, Laufzeit und Kündigung
Eine Registrierung allein löst keine Zahlungspflicht aus. Der Kunde gibt durch die ausdrücklich zahlungspflichtige Onlinebestellung oder die Annahme eines individuellen Angebots sein Vertragsangebot ab. Der Vertrag kommt mit unserer Bestätigung oder der Bereitstellung der bestellten Leistung zustande. Bei einer Onlinebestellung mit Kartenzahlung öffnet die Schaltfläche der Bestellseite nur den Zahlungsschritt; verbindlich bestellt wird mit der Bestätigung der Zahlung im Zahlungsformular von Stripe, und mit der bestätigten Zahlung kommt der Vertrag zustande. Maßgeblich sind die bestätigte Bestellung beziehungsweise das bestätigte Angebot, der gewählte Leistungsumfang und diese AGB; individuelle Vereinbarungen gehen vor. Online bestellte Abonnements werden entsprechend der bestätigten Bestellung monatlich oder jährlich abgerechnet und verlängern sich jeweils um den vereinbarten Abrechnungszeitraum, sofern sie nicht zum Ende des laufenden bezahlten Zeitraums gekündigt werden. Die Kündigung kann im Kundenportal oder in Textform an den im Impressum genannten Kontakt erklärt werden. Für individuell vereinbarte Verträge gelten Laufzeit und Kündigungsbedingungen des angenommenen Angebots. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Höhere Tarife oder Einrichtungspakete begründen nur die ausdrücklich vereinbarten Leistungen; besondere Reaktionszeiten, individuelle Integrationen und Verfügbarkeitszusagen gelten nur, wenn sie ausdrücklich vereinbart wurden. Änderungen dieser AGB bedürfen der Zustimmung; Schweigen ist keine Zustimmung.
4. Vergütung und Zahlung
Die Vergütung richtet sich nach dem im Auftragsformular oder online gewählten Tarif. Eine Einrichtungsgebühr wird nicht erhoben. Der Dienst wird ausschließlich Unternehmern im Sinne von § 14 BGB angeboten, nicht Verbrauchern; alle Preise sind Nettopreise. Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Anbieters lautet DE338072244. Die festen Tarife Start, Core und Scale können mit monatlicher oder jährlicher Abrechnung online bestellt werden. Die Zahlung erfolgt über Stripe per Kreditkarte mit 3-D Secure, Apple Pay oder Google Pay; das gilt für alle Tarife einschließlich Enterprise-Angeboten. Ein Gespräch ist für einen festen Tarif nicht erforderlich. Enterprise wird mit individuell vereinbartem Umfang und Preis über ein Angebot bestellt. Die Währung richtet sich nach dem Sitz des Kunden und wird nicht umgerechnet. Unternehmen mit Sitz in Deutschland zahlen zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 %), die auf der Rechnung ausgewiesen wird. Unternehmen mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union können online nur mit einer gültigen, in der EU-Datenbank VIES bestätigten Umsatzsteuer-Identifikationsnummer bestellen; die Steuerschuld geht auf den Leistungsempfänger über, und die Rechnung wird ohne deutsche Umsatzsteuer, mit dem Hinweis „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ und unter Angabe beider Umsatzsteuer-Identifikationsnummern ausgestellt (§ 3a Abs. 2, § 14a Abs. 1 UStG; Art. 196 Mehrwertsteuersystemrichtlinie). Wird die Nummer nach der Bestellung nicht bestätigt, wird der Vertrag beendet und die Zahlung vollständig erstattet. Für Unternehmen mit Sitz außerhalb der Europäischen Union ist die Leistung im Inland nicht steuerbar, weil der Leistungsort außerhalb Deutschlands liegt (§ 3a Abs. 2 UStG), worauf die Rechnung hinweist. Eine Testphase wird nicht angeboten. Bei Kartenzahlung belastet Stripe das Abonnement je Abrechnungszeitraum im Voraus, erstmals bei der Bestellung. Ist eine Zahlung 3 Tage nach Fälligkeit nicht eingegangen, ruht der Zugang zum Dienst automatisch, bis sie eingegangen ist; die Pflicht zur Zahlung bleibt davon unberührt. Schlägt eine Kartenzahlung fehl, versucht Stripe sie bis zu zwei Wochen lang erneut; bleibt sie danach unbezahlt, endet das Abonnement. Der Zugang wird erst nach Zahlungseingang freigeschaltet. Dieser Dienst wird für geschäftliche Zwecke bestellt. Bei einem tatsächlich als Unternehmer geschlossenen Vertrag besteht das deutsche gesetzliche Verbraucher-Widerrufsrecht nicht; dafür ist kein Widerrufsverzicht erforderlich. Maßgeblich ist der tatsächliche Vertragszweck. Eine bloße Bestätigung als Geschäftskunde beseitigt keine zwingenden Rechte. Vergütung und Fälligkeit richten sich nach der bestätigten Bestellung oder dem angenommenen Angebot. Bei einem Abonnement bezahlen Sie die vereinbarte Bereitstellung während des Abrechnungszeitraums. Unabhängig von der 30-Tage-Geld-zurück-Garantie (Abschnitt 4a) begründet es für sich allein keinen Erstattungsanspruch, dass Sie einen ordnungsgemäß bereitgestellten Dienst nicht nutzen oder später nicht mehr benötigen. Eine ordentliche Kündigung beendet künftige Verlängerungen zum vereinbarten Termin; sie macht zuvor ordnungsgemäß erbrachte Leistungen nicht rückwirkend kostenlos. Persönliches Onboarding, Einrichtung oder individuelle Arbeiten werden nur geschuldet und berechnet, wenn Umfang und gegebenenfalls gesonderter Preis vor der Bestellung ausdrücklich vereinbart wurden. Tatsächlich erbrachte vereinbarte Leistungen bleiben bei bloßer ordentlicher Kündigung vergütungspflichtig. Der Beginn einer Einrichtung gilt nicht als vollständige Erfüllung eines laufenden Abonnements. Nicht erbrachte Leistungen, Mängel und eine wirksame außerordentliche Vertragsbeendigung beurteilen wir nach Vertrag und anwendbarem Recht; ein pauschaler Ausschluss aller Erstattungen wird nicht vereinbart. Gesetzliche Ansprüche bei Nichtleistung, Mängeln, unberechtigten oder doppelten Belastungen sowie zwingende örtliche Schutzrechte bleiben unberührt, auch für Kunden in den USA. Rechte gegenüber Bank, Kartenherausgeber und Zahlungsanbieter werden nicht ausgeschlossen. Beanstandungen können Sie an den im Impressum genannten Kontakt richten; eine vorherige Kontaktaufnahme ist keine Voraussetzung für gesetzliche Rechte. Eine Rückbuchung entscheidet nicht allein abschließend über die zugrunde liegende Vertragsforderung; eine berechtigte und bereits erfüllte Erstattung wird nicht nochmals eingezogen.
4a. 30 Tage Geld-zurück-Garantie
Wenn TrueDue nicht zu Ihnen passt, können Sie innerhalb von 30 Tagen nach Ihrer ersten Zahlung Ihr Geld zurückverlangen: Eine E-Mail vom bestellenden Konto an [email protected] genügt, ohne Formular und ohne Begründung. Die Garantie gilt je Kunde für die erste Zahlung der ersten Bestellung eines festen Tarifs (Start, Core oder Scale). Sie gilt nur, solange auf dem Konto keine KI-Nutzungskosten entstanden sind (zum Beispiel KI-entworfene Nachrichten, KI-Einordnung von Kundenantworten oder Antworten des KI-Assistenten im Produkt). Ob KI-Nutzungskosten entstanden sind, ergibt sich aus dem KI-Nutzungsprotokoll des Kontos; die kostenlose Nutzung des Website- oder Verkaufschats vor dem Kauf zählt nicht. Greift die Garantie, erstatten wir diese erste Zahlung vollständig über Stripe auf das ursprüngliche Zahlungsmittel, und das Abonnement endet. Gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
5. Kundendaten und Mitwirkungspflichten
Der Kunde prüft die Richtigkeit seiner importierten Forderungsdaten, die Berechtigung zur Ansprache der Empfänger sowie die von ihm gewählten Versandregeln. Sein Buchhaltungssystem bleibt das führende System; TrueDue verändert dessen Bücher nicht. Zugangsdaten und verbundene Postfächer sind vor unbefugter Nutzung zu schützen; ein Missbrauchsverdacht ist unverzüglich mitzuteilen. Die angebotenen Exporte ermöglichen die Übernahme strukturierter Geschäftsdaten. Für weitere Daten, einen vollständigen Rückgabeauftrag oder die Löschung eines bereits abgerechneten Kontos steht der im Impressum genannte Kontakt zur Verfügung. Wir prüfen dabei die Berechtigung und stimmen Vertragsende, Rückgabe und gesetzlich notwendige Aufbewahrung ab. Die Löschung eines Nutzerkontos allein ersetzt keine Kündigung des Unternehmensvertrags. Der Kunde bewahrt benötigte eigene Originale und Exporte entsprechend seinen gesetzlichen und betrieblichen Pflichten auf; unsere vertraglichen Sicherungs- und Schutzpflichten bleiben davon unberührt.
6. Zulässige Nutzung
Der Dienst darf ausschließlich zum rechtmäßigen Einzug eigener Forderungen des Kunden gegenüber dessen Geschäfts- und Privatkunden genutzt werden (siehe Ziffer 2). Ein Einzug fremder Forderungen — für Dritte, aus abgetretenem oder angekauftem Recht — ist unzulässig. Forderungen gegen Privatpersonen (Verbraucher) mit Anschrift in den Vereinigten Staaten dürfen mit dem Dienst nicht bearbeitet werden; die Software schreibt solche Personen nicht an. Der Kunde gibt zutreffend an, ob ein Schuldner Unternehmen oder Privatperson ist und in welchem Land er ansässig ist. Er bleibt für Bestand, Fälligkeit und Rechtmäßigkeit seiner Forderung, für die Berechtigung zur Ansprache und für die datenschutzrechtliche Information seiner Privatkunden verantwortlich. Die von TrueDue erzeugten Zahlungserinnerungen machen weder Gebühren, Zinsen noch Mahnkosten geltend und drohen keine rechtlichen Schritte an.
7. Datenschutz
Für die Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV); er wird mit dem Vertrag einbezogen. Der Kunde bleibt für die Rechtmäßigkeit seiner Daten und Weisungen verantwortlich. Wir verwenden die beauftragten Inhalte ausschließlich zur vereinbarten Leistung und nicht für eigene Werbung oder das Training eigener allgemeiner KI-Modelle.
8. Haftung
(1) Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer ausdrücklich übernommenen Garantie. Zwingende gesetzliche Haftung, insbesondere Ansprüche betroffener Personen nach Art. 82 DSGVO, bleibt unberührt.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist unsere Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentlich sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
(3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(4) Die Beschränkungen gelten auch zugunsten unserer Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen.
(5) Gegenüber Unternehmern ist bei leichter Fahrlässigkeit die Haftung für entgangenen Gewinn und sonstige mittelbare Schäden ausgeschlossen, soweit diese nicht vertragstypisch und vorhersehbar sind.
(6) Die verschuldensunabhängige Haftung für bei Vertragsschluss vorhandene Mängel (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB) ist ausgeschlossen.
(7) Ansprüche nach Absatz 2 verjähren in einem Jahr ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn, soweit nicht Absatz 1 betroffen ist.
9. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland, ist Gerichtsstand Gummersbach, soweit gesetzlich zulässig. Zwingende gesetzliche Gerichtsstände bleiben unberührt.